Am Anfang ist die Luft!

 

 

Wenn es um Pflanzenschutz in Raumkulturen geht!

Der gezielte Anbau von Kulturpflanzen, der in gewissen Grenzen unabhängig von negativen Einflüssen von Wetter und Schadorganismen eine enorme Vielfalt an pflanzlichen Nahrungsmitteln in stabiler Quantität und höchster Qualität bereitstellen soll, kommt nicht ohne den Schutz vor Schadorganismen aus. Dazu kann unabhängig von der Produktionsweise auf einen Einsatz von Hilfsstoffen in Form von Pflanzenschutzmitteln nicht verzichtet werden.

Allerdings kann sehr viel getan werden, um deren negative Einflüsse auf die Umwelt in ihrer Gesamtheit zu minimieren.

Neben der gezielten Fokussierung auf möglichst schonende, auch biologische Pflanzenschutzmittel und Verfahren ohne deren Einsatz verwenden wir modernste Technologien und die besten Wetterprognosen zur Vorhersage der Entwicklung von Wirtspflanze, Schadorganismen und der Ermittlung ihrer Populationsdichten für die gezielte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Dort wo möglich, werden natürliche Gegenspieler für die Kontrolle von Schadorganismen genutzt. In diesen vorgenannten Bereichen haben wir für den biologischen und integrierten Anbau von Kernobst in den letzten bald drei Jahrzehnten in einem Verbund mit KollegInnen aus der internationalen Forschung und Beratung bei wichtigen Schadorganismen wegweisende Technologien und Strategien entwickelt und Standards gesetzt, die wir – unabhängig und frei von wirtschaftlichen Interessen in Bezug zum Pflanzenschutz – seit vielen Jahren für die umfassende Information und Begleitung unserer Betriebe nutzen.

Aber auch die Technik, mit der die in der Umwelt unerwünschten Pflanzenschutzmittel auf die Kulturpflanzen ausgebracht werden, bietet große, noch ungenutzte Potenziale zur Reduzierung des Verbrauchs und damit auch der Nebenwirkungen dieser Substanzen. Eine wichtige negative Wirkung ist die Abdrift während der Applikation der Produkte, bei der ein zwar kleiner, aber dennoch sehr bedeutsamer Anteil der angewendeten Substanzen aus der Kulturfläche hinausgetragen wird und sich auf sogenannten Nichtzielflächen ablagert. Dieser Anteil kann durch geeignete Maßnahmen stark reduziert werden.

Unser Engagement geht jedoch weit über die Minderung der Abdrift hinaus, da diese nicht die einzige unerwünschte Nebenwirkung bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist. Seit gut 15 Jahren gilt unsere Aufmerksamkeit im Bereich der Applikationstechnik dem Gebläse der Sprühgeräte, einem vergessenen Bauteil, das jedoch von allerhöchster Bedeutung ist, wenn es um die Wirkungen und Nebenwirkungen von Pflanzenschutzmitteln geht. Im Zentrum unseres Interesses stehen dabei seine Verbesserung in Konstruktion und Einstellung auf die Anforderungen des individuellen Betriebes sowie seiner dortigen Anwendung, um eine

  • Maximierung des an den Kulturpflanzen angelagerten Anteils der ausgebrachten Menge eines Pflanzenschutzmittels
  • Minimierung des Anteils, der ungenutzt in der Umwelt verloren geht
  • Minimierung des Dieselverbrauchs
  • Minimierung der CO2-Emissionen
  • Minimierung der Lärmemissionen
  • technische Minimierung des Verbrauchs von Pflanzenschutzmitteln

zu erreichen. An erster Stelle steht für uns dabei die Reduktion des Verbrauchs der in der Umwelt unerwünschten Substanzen – denn, was gar nicht erst ausgebracht wird, hat nicht nur weniger Nebenwirkungen, es hat gar keine!

Auf diesem Weg haben wir in den letzten Jahren alle dazu erforderlichen Komponenten einsatzbereit entwickelt und weitere in der Entwicklung und Prüfung, sodass wir aktuell nur noch einen letzten Entwicklungsschritt vor uns haben, um die technische Minimierung des Verbrauchs von Pflanzenschutzmitteln gänzlich mit der geforderten Minderung der Abdrift in Einklang zu bringen.

Einer der zentralen Schlüssel zum Erfolg des Verfahrens ist dabei die Kombination aus optimierter Gebläsetechnik, ihrer Einstellung auf die individuellen Anforderungen des Betriebes und ihrer intelligenten Anwendung. Hierzu kooperieren wir seit 2011 auf neutraler Basis mit innovativen Sprühgeräteherstellern, messen mit speziellen Luftprüfständen die Verteilung des von einem Gebläse produzierten Trägerluftstroms, optimieren diese bereits während der Entwicklung eines Gebläsetyps und stellen erfolgreich getestete Gebläsetypen, die unsere Anforderungen hinsichtlich einer zukunftsweisenden Luftverteilung erfüllen, in einer Positivliste zusammen.

Unsere in diesen 8 Jahren in der Gebläsetechnik und ihrer Anwendung erworbene Kompetenz nutzen wir weiter, um auf Wunsch vor dem Kauf eines Sprühgerätes mit einem Gebläse aus dieser Positivliste die Luftverteilung auf den im Betrieb des Käufers maximal erforderlichen Strömungswinkel einzustellen. Damit schaffen wir die Voraussetzung für den Betrieb, eine an die Zielstruktur (die Kulturpflanze) angepasste Menge an Behandlungsflüssigkeit mit dem jeweils geringstmöglichen Trägerluftstrom ohne akustisches und optisches Aufsehen nur dorthin zu transportieren, wo sie hin muss, nämlich in die Zielstruktur hinein und nicht meterweit dahinter und darüber hinaus – Grundlage für die Reduktion des Verbrauchs von Pflanzenschutzmitteln. Denn das, was die Zielstruktur wieder verlässt, trägt nicht zur Wirkung bei, sondern verursacht größtenteils vermeidbare Nebenwirkungen von negativen Effekten in der Umwelt bis zu Konflikten mit Unbeteiligten.

Aber auch für die konventionelle Applikationstechnik versetzen wir die Betriebe erstmals in die Lage, auf der Grundlage objektiver technischer Daten das für den individuellen Betrieb mit den zugehörigen Randbedingungen dafür am besten geeignete Gebläse zu finden und auf einem Sprühgerät für den Einsatz im jeweiligen Betrieb bestmöglich vorbereitet zu erwerben und zu nutzen.

Mit dieser Website stellen wir der Praxis bereits im Vorfeld der Fertigstellung des Verfahrens einen weiter wachsenden Pool an Gebläsen auf dem Stand der Technik – zusammen mit wichtigen Kennzahlen – zur Verfügung, die für diesen zukünftig technisch optimierten und bestmöglich ressourcenschonenden Pflanzenschutz in Raumkulturen bereits jetzt geeignet sind.

 

Unser Beitrag.

Für Umweltschutz im Pflanzenschutz!

 

Aktuelles

Änderungen im „Verzeichnis verlustmindernde Geräte“ JKI Braunschweig

Neue Eintragungen Düsen: Mit der Aktualisierung des „Verzeichnis verlustmindernde Geräte“ des JKI-Braunschweig (Stand 12.03.2018) wurden die Düsen „Lechler AD 90-01 C“ und „Lechler AD 90-015 C“ in die Düsensortimente „OIFD-75-1“  und 
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